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Mehr Umsatz in neuer Halle

IHK "THEMA WIRTSCHAFT" / 12-2002 / SEITE 32

Die Wagner GmbH Industrieverpackungen verlegt ihren Firmensitz nach Kamp-Lintfort.

Mit Verpackung, die aus dem Rahmen fällt, verdienen rund 20 Mitarbeiter der Wagner GmbH Industrieverpackungen in Kamp-Lintfort ihre Brötchen. Der Verpackungs-Spezialist verlegte kürzlich seinen Firmensitz von Neukirchen-Vluyn ins Industriegebiet der Nachbarstadt Kamp-Lintfort, um eine bessere Auslastung seines Maschinenparks zu gewährleisten.

"Mit dem neuen Standort habe ich die optimale Halle am richtigen Platz gefunden, weil ich meine Maschinen bei einer Gesamtfläche von 6 200 Quadratmetern jetzt auf 2 000 Quadratmetern Nutzfläche einsetzen kann", erläutert André Gallach, Geschäftsführer und Hauptgesellschafter der Firma, seine unternehmerische Initiative. "Zudem ist der neue Standort vorteilhaft, weil die strategische Anbindung an die Autobahnen 57, 40 und 42 die unmittelbare Erreichbarkeit zu meinen Kunden in Duisburg, Krefeld und Düsseldorf gewährleistet." Dass die Entscheidung für einen Umzug zukunftsweisend war, lässt sich bereits heute in Euro und Cent ausrechnen. Gallach: "Wenn die Tendenz bei den Auftragseingängen anhält, wird der Jahresumsatz nach dem Umzug um etwa ein Drittel ansteigen."
Entscheidungsfreudig zeigte sich der seinerzeit 23-jährige Speditionskaufmann schon 1988, als er den Betrieb vom damaligen Firmenleiter Paul Wagner übernahm und die neugegründete GmbH unter gleichem Namen weiterführte. Nach knapp 25 Jahren in Neukirchen-Vluyn reichte die räumliche Kapazität nicht mehr aus, um die notwendige Expansion in einer hart umkämpften Branche in die Tat umzusetzen.

Die Dienstleistung des Verpackungs-Spezialisten aus Kamp-Lintfort beginnt mit dem Abmessen des Gegenstandes, der später verpackt und versandt werden soll. Die Mitarbeiter fertigen einzelne Holzsegmente passgenau an. Danach wird das Maschinenteil beim Kunden verpackt, eingeschweißt, fixiert und markiert. "Das Verfahren funktioniert im Prinzip wie beim Fertighausbau", schildert der Geschäftsführer und ergänzt: "Auch bei uns muss die Statik stimmen." Vom Computer bis zur größten Maschine verpacken die Mitarbeiter des Unternehmens alles für den Überseetransport.

Eine besondere Herausforderung bedeutet für André Gallach das Verpacken eines 98 Tonnen schweren Fräskopfes für eine Bohrmaschine, die inzwischen in China eingesetzt wird. Auch die vielen 5,5 Meter langen und 3,5 Tonnen schweren Rollen mit Spezialtuch für eine Zeltstadt im Pilgerzentrum Mekka rollten aus eigens angefertigten Verschlägen mit dem Aufdruck "Wagner Verpackungen".

Ob komplette Anlagen, gebrauchte oder neue Einzelteile: Viel Zeit bei Verpackung und Versand bleibt erfahrungsgemäß nicht. Denn die Auftraggeber stecken einen engen Zeitplan von der Fertigstellung bis zum Transport ab. "Pünktlichkeit und Flexibilität sind das A und O, weil die Frachttermine lange im voraus feststehen. Feierabend ist bei uns immer erst dann, wenn der letzte Nagel in die Kiste geschlagen ist und alles zum Versand bereit ist." Selbstverständlich müssen auch die Papiere korrekt vorliegen.

Als weiteren Service bietet der Verpackungs-Spezialist aus Kamp-Lintfort seinen Kunden die fachgerechte "Verstauung" von Containern an. Ein solcher Service dient dem Zweck, die Hohlräume im Container genau zu verfüllen, damit die gesamte Ladung während des Transports nicht ins Rutschen gerät. Zum Standardprogramm zählt darüber hinaus die Herstellung von Kisten für die Lkw- und Waggonbeladung.

Autorin: Monika Kriegel / Fotos: Gerhard Seybert
Mit freundlicher Genehmigung: IHK Duisburg

 

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